Wandertage der 8b

Frau Baron hatte für uns alle eine Radtour nach Leipzig mit Übernachtung im Markkleeberger Jugendhaus „Die Insel“ organisiert. Die ganze Strecke war allerdings zu lang, weshalb wir nur bis Neukieritzsch radeln und von dort den Zug nach Markkleeberg nehmen wollten. Unser Gepäck wurde schon durch Eltern, Frau Baron und Frau Haubold nach Leipzig gebracht. 

Wir starteten an unserer Schule, kamen jedoch erst mal keine 5 km weit. Nach einem bösen Sturz musste ein Klassenkamerad abgeholt und ins Krankenhaus gebracht werden. Als dann ein anderer noch rief: „Herr Luft, ich hab ´nen Platten“, war klar, dass es eine längere Pause werden würde… Als wir mit gut anderthalb Stunden Verspätung wieder aufbrachen, fuhren alle etwas vorsichtiger.

Am Ende verlief die Fahrt aber ohne weitere Zwischenfälle. Pause machten wir am Aussichtspunkt Haselbacher Teiche und teilten uns in Neukieritzsch in mehrere Gruppen auf, da wir für einen einzelnen Zug zu viele waren.

Unsere Unterkunft war ein geräumiges Haus mit Garten, in dem wir unsere Zelte aufstellen konnten. Manche schliefen dort, andere im Haus, Herr Luft zog in den Keller, Frau Haubold in ihr Auto.
Es waren heiße Junitage, wir waren alle verschwitzt und staubig. Duschen konnte sich jedoch keiner, weil keine Duschen vorhanden waren. Aber es gab ja den Cospudener See, an dessen Strand wir den Nachmittag verbrachten.

Nach dem Nudelabendessen (die erste „Abendbrotgruppe“ übertraf sich selbst J) machte sich eine gewisse Erschöpfung breit. Die Furchtlosen spritzten sich mit dem Gartenschlauch ab, dann kehrte Ruhe ein. 

Der nächste Tag begann mit einem Frühstück im Freien. Alle hatten etwas mitgebracht, die „Frühstücksgruppe“ hatte Lidl unsicher gemacht und Brötchen gab es vom Bäcker. So gestärkt radelten wir erst noch einmal zum See, wo wir hemmungslos zwei Stunden „chillten“. Danach begann ein kleines Abenteuer. Unter Führung von Frau Baron fuhren wir mit dem Rad in die Leipziger Innenstadt, wo jeder je nach Neigung zwei Stunden verbrachte. Danach kam es zu einem Höhepunkt unserer Tage: einer Fahrt mit insgesamt zwei Drachenbooten. Dieses Erlebnis war ein Lehrstück für die Notwendigkeit von Zusammenarbeit. Nur wenn alle im selben Rhythmus paddelten (Sag nicht rudern!), kam das große Boot voran.


Am Abend erfrischten sich einige im See, danach wurde gegrillt. Mit einem Lagerfeuer klang dieser Tag aus.

Am letzten Tag frühstückten wir wieder unter freiem Himmel (das Wetter war einfach super) und probierten uns dann am See noch vor der Heimfahrt mit dem Stand Up Paddling aus. Während einige eine recht gute Figur auf den Brettern machten, wurde dies für andere zu einer Erfahrung des Scheiterns, was bekanntlich mehr zur Lebenserfahrung beiträgt als Erfolge. 

Die Rückfahrt verlief pannenfrei. Waren es auch drei herrliche Tage, freuten wir uns doch darauf, endlich wieder duschen zu können.

Was haben wir gelernt?

1) Vor einer Radtour sollte jeder einmal üben, die Räder seines Fahrrads an- und abzubauen.
2) Wettrennen können schmerzhaft enden.
3) Es geht auch mal ohne Dusche.
4) Nudeln zuzubereiten ist eine wichtige Lebenskompetenz.
5) Zusammen sind wir stärker.
6) Beim Bäcker braucht man Geld.
7) Balance zu halten ist manchmal nicht so einfach, wie es aussieht.

Danke an alle für die tollen Tage sagt Wilfried Luft.