Theoretische Grundlagen des Daltonplans:


Unsere Art der Freiarbeit ist an ein Konzept der amerikanischen Reformpädagogin Helen Parkhurst (1886-1973), dem „Dalton-Plan“, angelehnt. (Dalton: Stadt in Massachusetts; Parkhurst entwickelte in der dortigen Schule die Dalton-Planarbeit)


Zieledabei sind in erster Linie:


Umsetzung


In der Regel bekommen die Schüler pro Schuljahr mindestens ein Freiarbeitspensum in jedem Fach - in der 5. Klasse meist etwas weniger.

Auf dem Aufgabenblatt ist vermerkt:

Bearbeitet wird es von den Schülern im Rahmen des regulären Stundenplans in der Verantwortung des jeweiligen Fachlehrers. Mitunter sind auch zusätzliche Aufgaben im Rahmen der normalen Hausaufgaben zu erledigen – das sollte jedoch eher die Ausnahme sein. Die Kinder sollen lernen, ihre Arbeit in der Schule gut einzuteilen und auch hier zu erledigen.


Ein Pensum umfasst dabei eine inhaltlich sinnvolle Lerneinheit (z.B. „Die Schlaginstrumente“ oder „Trigonometrische Berechnungen“) im Rahmen von ca. 4 Wochen (+/- je nach Fach und Notwendigkeit). Oft ist es projekt- und/oder produktorientiert und mit einer Präsentation der Ergebnisse durch die Schüler verbunden.



Bewertung

Neben dem erworbenen Wissen sind Selbstorganisation, Reflexion und Kooperationsfähigkeit bewertungsrelevante Bestandteile. Die genauen Bewertungsmaßstäbe teilt der Lehrer den Schülern vor dem jeweiligen Pensum mit – ob es z.B. eine Prozessnote geben wird oder nicht.


Unabhängig davon gelten für alle Schüler folgende Regeln:

1. Arbeite ruhig und sprich nur im Flüsterton.

2. Plane sorgsam und habe deine Arbeitsmaterialien vollständig dabei.

3. Wechsle, wenn nötig, den Raum nur nach Absprache mit dem Lehrer

4. Suche dir bei Problemen zuerst Hilfe bei Mitschülern und in Nachschlagewerken, frage erst danach deinen Lehrer.

5. Nutze die dir zur Verfügung stehende Zeit in der Schule. Daltonpensen sind keine Hausaufgaben.

(Wenn du es aber gar nicht anders schaffst, kannst/musst du auch zu Hause weiter-arbeiten.)


Fächerübergreifende Pensen

In einigen Klassenstufen haben sich im Laufe der letzten zwei Jahre viele fächerübergreifende Pensen (z.B. „Die Vermessung der Welt (MNT-Ma-Geo-Sport) in Klasse 5 oder die Romantik-Werkstatt in Klasse 9 (D/Mu/Ku)) herausgebildet. Dabei geben die beteiligten Fächer eine gemeinsame Aufgabenstellung. Die Arbeit erfolgt dann in den Unterrichtsstunden aller beteiligten Fächer und auch die Bewertung wird gemeinsam abgesprochen.


Welche allgemeinen Informationen erhalten die Schüler/Eltern?

Die Schüler und Eltern der Klassenstufe 5 (dieses Jahr auch Klassenstufe 6) erhalten eine Einführung in die Ziele und Arbeitsweisen der Freiarbeit. (-> Extrablatt)

Einige Themen der geplanten Freiarbeitspensen in jeder Klassenstufe werden ab Anfang Oktober im überarbeiteten Dalton-Teil unserer Homepage nachlesbar sein. Dort sollen auch einige Arbeitsergebnisse, Bilder und Eindrücke dokumentiert werden.

Ein interner Übersichtsplan über die geplanten Pensen jeder Klasse findet sich hinten im Klassenbuch – für alle Schüler einsehbar!

Eine Rückmeldung über die Arbeitsweise des Schülers in der Freiarbeit erfolgt in den jährlichen Verbalbeurteilungen und Beratungsgesprächen.


Rückmeldungen

Circa aller zwei Jahre werden von allen Beteiligten Rückmeldungen zur Freiarbeit erbeten und ausgewertet. Das war Ende des letzten Schuljahres der Fall. Eine Auswertung für die Homepage wird gerade vorbereitet – sie wird ebenfalls Anfang Oktober vorhanden sein. Der von vielen Eltern gewünschte Diskussions- und Informationselternabend findet im November statt – dazu ergeht noch einmal eine Einladung an alle Elternhäuser.


Liebe Eltern – sprechen Sie mit Ihren Kindern über die Freiarbeit und ermutigen Sie sie, selbst Verantwortung für ihren Lernprozess zu übernehmen! Bei Fragen wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an den jeweiligen Fachlehrer. Vielen Dank!


Juliane Baron